Der Schwerpunkt

ZOE

Schwerpunkt:

Lebenswandel

Arbeitsformen für ein erfülltes Leben

Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?


Den universellen Lebensfragen kann keiner ausweichen: Was will ich in meinem Leben erreichen? Wer bin ich und welche Arbeit passt zu mir? Wie komme ich mit immer komplexeren Anforderungen zurecht und wie können Arbeit und Lebensgestaltung in Einklang gebracht werden? Zunehmend sind es diese essenziellen Themen, die meine Kunden im Coaching bewegen. Die Lösungssuche zeigt zugleich die Grenzen. Anders als in Leitbildern postuliert, bieten Organisationen oft nur wenig Raum für Kreativität und Selbstständigkeit. Viele Manager führen mit einem noch vom Industriezeitalter geprägten Stil, der Selbstorganisation und -entfaltung verhindert. Das Festhalten an traditionellen Arbeits-, Karriere- und Lebenskonzepten hält den Einzelnen selbst davon ab, Veränderungen für ein erfüllteres Leben zu initiieren.

Change-Professionals und Führungskräfte beeinflussen maßgeblich die Arbeitsgestaltung in Organisationen. Mit dem Wechsel von der Industrie- zur digitalisierten Wissensgesellschaft eröffnen sich mit New Work-Ansätzen alternative Arbeits- und Lebensformen, die mehr Spielraum für Selbstbestimmung gewähren. Für uns also Zeit, um in dieser Ausgabe darüber nachzudenken, wie sich Leben und Arbeiten verändern und wie wir Organisations-, Führungs- und Arbeitskulturen schaffen, mit denen wir einer digital vernetzten Ökonomie vital und handlungsfähig begegnen – und zugleich ein sinnerfülltes Leben führen können.

Sie erfahren in dieser Ausgabe, welche Prinzipien der Organisationsgestaltung «Digitial Star»-Firmen für eine attraktive Arbeitskultur nutzen, was bei Google Mitarbeiterzentrierung heißt und welche psychologischen Variablen bei New-Work Ansätzen zu beachten sind. Zudem finden Sie acht Empfehlungen, die nicht nur NPO helfen, die eigene Vitalität trotz knapper Ressourcen, fordernder Klientenarbeit und allgegenwärtiger Bürokratisierung zu erhalten. Die Flexibilisierung von Arbeitszeit ist für Unternehmen ein herausforderndes Change-Projekt, wie wir mit Fallbeispielen und dem Erfahrungsbericht von CEO Bernard Guillemon zu seinem Sabbatical illustrieren. Der Boom von New Work darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass vielerorts noch Arbeitsbedingungen existieren, in denen basale Menschenrechte verweigert werden. Am Beispiel von Kuoni sehen wir, wie Prinzipien menschenrechtlicher Sorgfalt über Organisationsgrenzen hinaus etabliert werden können.

Daniel Goleman, Vordenker der Emotionalen Intelligenz, sprach mit uns darüber, wie es Führungskräften auch in der Unübersichtlichkeit der Arbeitswelt 4.0 gelingen kann, sich zu fokussieren und für andere sinnstiftend zu wirken. Der von Nico Rose und Michael Steger entwickelte KAARMA-Index ermöglicht eine Bestandsaufnahme sinnstiftenden Führungsverhaltens. Von Palliativ-Mediziner Berend Feddersen lernen wir, wie man ein motivierendes Arbeitsumfeld auch bei extremer Belastung wie der Begleitung von Sterbenden schafft.

In der Werkzeugkiste stellen wir mit dem Zürcher Ressourcen Modell eine Methode vor, die personale Resilienz in veränderungsintensiven Zeiten stärkt. Zu guter Letzt bieten Martin Seligmans Erkenntnisse zu gelingendem Leben und Arbeiten Inspiration für unsere eigene Lebensgestaltung.

Wie wir arbeiten, prägt unser Denken und unsere Entfaltungsmöglichkeiten in anderen Lebensbereichen und beeinflusst so maßgeblich unsere Zufriedenheit. Lassen Sie uns Organisationen so gestalten, dass die Arbeitsformen dabei auch an unseren Lebensbedürfnissen ausgerichtet sind.

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