Editorials

Mut zur Theorie: Validiertes Wissen jenseits der eigenen Erfahrung

«Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie». Stimmt dieses, dem OE-Pionier Kurt Lewin zugeschriebene, Bonmot wirklich? Oder besteht ein unüberwindbarer Graben zwischen theoretischer Betrachtungsweise und praktischen Erfordernissen der Management- und Wandelpraxis? Selbst wenn es unterschiedliche Perspektiven und Prioritäten geben mag (ja geben muss), glauben wir nicht an die These des Theorie-Praxis-Grabens und geben damit Lewin Recht: Wir kennen viele fruchtbare Austauschbeziehungen zw

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Das Eine, das Andere und beides...

Erfolgreiche Start-ups sind in aller Munde: Ob Airbnb, Snapchat oder LendingClub – der Erfolg der jungen, schnell wachsenden, innovativen Unternehmen lässt nicht nur ihre etablierte Konkurrenz zittern, sondern schürt auch Fragen nach deren Management, Methoden und grundsätzlicher Herangehensweise an unternehmerische Herausforderungen. Allerdings: Die heroischen Geschichten von erfolgreichen, charismatischen Start-up-Unternehmern, die zum gesellschaftlichen Wohl beitragen, werden durch wirtschaft

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Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?

Den universellen Lebensfragen kann keiner ausweichen: Was will ich in meinem Leben erreichen? Wer bin ich und welche Arbeit passt zu mir? Wie komme ich mit immer komplexeren Anforderungen zurecht und wie können Arbeit und Lebensgestaltung in Einklang gebracht werden? Zunehmend sind es diese essenziellen Themen, die meine Kunden im Coaching bewegen. Die Lösungssuche zeigt zugleich die Grenzen. Anders als in Leitbildern postuliert, bieten Organisationen oft nur wenig Raum für Kreativität und Selbs

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Denn wir wissen (nicht), was wir tun

Oliver Haas Die Organisationsentwicklung hat wie jede andere Profession über viele Jahre ihre eigenen Spielregeln und Routinen entwickelt. Sie hat ihre eigenen Terminologien und Begrifflichkeiten, Bücher, Helden, Kongresse, Formen der Qualifikation und Schulung oder Fachzeitschriften (wie diese hier). Alles nicht verwerflich. Aber Moment mal: Auf was basieren all diese Entwicklungen überhaupt? Gibt es einen professionsübergreifenden Wertekanon, der für alle gilt? Verfügen wir über empirisch validierte

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Kein Hexenwerk!

Joachim Freimuth, Gastredakteur der OrganisationsEntwicklung Die deutschsprachige Diskussion über Industrie 4.0 ist getrieben von technokratischer Euphorie. Wir laufen Gefahr, Weltmeister im Datenschutz zu werden, statt uns der Realität von Big Data zu widmen, so eine polemische Bemerkung. Nüchtern betrachtet, darf der aktuelle Erfolg der deutschen Wirtschaft in der Tat nicht darüber hinwegtäuschen, wie sehr er noch auf der Beherrschung isolierter Maschinen wie etwa Autos gründet. Das Internet

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Wozu das Ganze?

Heiko Roehl Berlin, im Dezember 2016: Ein Dinner unter Top Managern, das Dessert wird serviert. Gehobene Stimmung. Nur mein Sitznachbar will sich nicht so recht amüsieren. Wir kommen ins Gespräch. Er erzählt mir, dass er früher bei jeder Gelegenheit mit großem Stolz von seiner Aufgabe bei Volkswagen erzählte. Das sei jetzt anders. Seinen Arbeitgeber nennt er nur noch, wenn es unbedingt sein muss. Die Reaktionen fielen dann immer gleich aus: Entweder mitleidig oder empört. Der Abgasskandal wäre

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Wider das Aussitzen: Viva la Reuniòn!

Martin J. Eppler Sitzungszeit ist Lebenszeit. Viele von uns verbringen fast die Hälfte der Arbeitswoche in Besprechungen. Lassen Sie uns diese Zeit produktiv gestalten, denn Sitzungen sind der Ausgangspunkt für Veränderung und Innovation. Sie bringen Expertise und Entscheidung zusammen. Nutzen wir die Chance, die entsteht, wenn wir zielgerichtet und engagiert zusammen denken. Doch Besprechungen produktiv zu gestalten, erfordert Wissen, Achtsamkeit und Disziplin. Wir benötigen grundlegendes Wissen

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Ene mene Muh

Thomas Schumacher Die Medienbranche steht am Scheideweg. Über Jahrzehnte üppige Geschäftsmodelle erodieren, und neue digitale Geschäftsbereiche können die Verluste nicht ersetzen. Der Grund ist unser aller Mediennutzung: Wir verwenden Wikipedia statt Brockhaus, schlagen Englischvokabeln online statt im Wörterbuch nach und verteilen einen wachsenden Teil unserer verfügbaren Aufmerksamkeit auf Unterhaltungsangebote aus dem Game- und Lifestyle-Bereich. Digitale Leser kommen heute fast nur noch indirekt

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