Handelsblatt News

RENATE PILZ UND KINDER : Im dreiklang

Renate Pilz wollte nie Unternehmerin werden. Dann stürzte ihr Mann 1975 mit dem Flugzeug ab. Verkaufen wollte die Mutter zweier Kinder den Spezialisten für sichere Automatisierung nicht. Sie wuchs mit der Zeit in die Rolle hinein - und wie: Die Schwäbin machte den Mittelständler zum Global Player, und sie begeisterte die Kinder fürs Unternehmen. Es wuchs ein ganz besonderes Erfolgs-Trio.

Es gibt spontane Antworten, die sehr viel über einen Menschen verraten können: "Nee, nee ... nee, nee ... nee, nee ... ja schon", sagt Renate Pilz auf die Frage, ob es sie nicht doch reizt, wieder aktiv mitzugestalten. Vor einem Jahr hat sie die Geschäftsführung des gleichnamigen Spezialisten für Sicherheit in der Automatisierung endgültig in die Hände ihrer Kinder Susanne Kunschert und Thomas Pilz gelegt. Bei der widersprüchlichen Antwort muss die Unternehmerin über sich selbst lachen. Und um die Szene vollständig zu erzählen: Ihre beiden Kinder lachen aus vollem Herzen mit. Weil die Antwort im Staccato auf kleinem Raum so treffend Wunsch und Ehrlichkeit der Unternehmerin auf den Punkt bringen. Übrig bleibt aber nicht der Eindruck einer Matriarchin, die ihren Nachfolgern am liebsten ins Handwerk pfuschen will, sondern der einer Mutter, die am Ende des Satzes doch lieber ehrlich zu sich selbst, ihren Kindern und dem Unternehmen ist. So, wie sie es immer (...)

weiterlesen

FRANK HEINRICHT : Der Gipfelstürmer

Der Vorstandschef des Stiftungsunternehmens Schott AG treibt das Thema Innovationen voran. Die vernetzte Welt hilft ihm dabei.

Frank Heinricht versteht es, Botschaften plakativ zu machen. "Wir sind jetzt in unserem Basislager angekommen und wollen von dort aus weitere Gipfel erklimmen", sagte der Vorstandschef des Mainzer Spezialglas-Herstellers Schott AG am Mittwoch. Und fügt mit (...)

weiterlesen

Donuts statt Hummer

Brexit, Rezessionsangst und Ertragsschwäche hinterlassen ihre Spuren in den Banketagen. Europäische Investmentbanker müssen auf Boni für das vergangene Jahr verzichten - oder sogar gleich um ihren Job bangen.

Die britischen EU-Skeptiker hatten es sich so schön ausgemalt: Das Volk spricht, und Britannien verlässt die ungeliebte Europäische Union - was neuen Handel, freie Finanzströme, (...)

weiterlesen

GASTKOLUMNE : Auf hoher See

Aufsichtsräte sollten sich stets im Klaren darüber sein, dass die Rechtslage meist unklar ist, meint Manuel R. Theisen.

Aufsichtsräte sind eine besondere Spezies. Das in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild von ihnen lässt Vergleiche mit einem Chamäleon berechtigt erscheinen. Überwiegend werden die Unternehmensüberwacher immer noch als eher passive, reagierende Gremien dargestellt, die nicht selten (...)

weiterlesen

AIRBUS : Das Google der Luftfahrt

Airbus baut die Plattform Skywise mit aller Kraft aus und wandelt sich damit zum Datenkonzern. Hilfe erhält der europäische Konzern dabei vom US-Datenspezialisten Palantir.

Europas Vorzeigeunternehmen Airbus durchläuft eine radikale Veränderung. Noch besteht das Geschäft nur darin, Rumpfteile, Flügel, Motoren und Elektronik zu Flugzeugen und Hubschraubern zusammenzufügen. Doch unter der Hand wandelt sich (...)

weiterlesen

RAKESH KAPOOR : Reckitt Benckiser braucht neuen Chef

Nach fast acht Jahren an der Spitze muss der Inder gehen. Zuletzt verfolgte ihn eine Pechsträhne.

Der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser sucht einen Nachfolger für seinen Chef Rakesh Kapoor. Der 60-Jährige hatte zuletzt glücklos agiert. Der für das Jahresende angekündigte Wechsel könnte neuen Schwung bringen, da Kapoor inzwischen seit drei Jahrzehnten bei dem (...)

weiterlesen

MARTIN KRENGEL : Der Mutmacher

Zweimal hat der Wepa-Chef alles riskiert und beide Male gewonnen. Den Mut dazu hat ihm immer die Familie gegeben. Der Zusammenhalt der Unternehmerfamilie sucht seinesgleichen im deutschen Mittelstand.

Martin Krengel ist ein begabter Fußballtorwart. Preußen Münster will ihn verpflichten. Zu der Zeit, Anfang der 1980er-Jahre, ist er gerade mit seinem Jurastudium in Münster (...)

weiterlesen

Eigene Wege gehen

Berlin braucht nicht nur eine KI-Strategie, sondern vor allem eine Datenstrategie, meinen Stefan Heumann und Nicola Jentzsch.

Die Bundesregierung hat auf dem Digitalgipfel im Dezember ihre Strategie für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Damit schließt Deutschland zu anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Großbritannien auf, die ihre Strategien bereits vorgelegt haben. Allerdings herrscht weiterhin (...)

weiterlesen
Top