Frage: «Wie wird Selbsterneuerung nach der Krise ermöglicht?»

Thomas Schumacher
Regelmäßig stellt sich ein Experte aus der ZOE-Redaktion häufig gestellten Fragen aus dem Kreis der Leserinnen und Leser und beantwortet diese unter Zuhilfenahme einschlägiger Artikel aus dem ZOE-Archiv.


 

Einführung von Corporate Universities

Zentral-intentionale und organisch-offene Einführungsmuster
Annette Gebauer
«Die Selbsterneuerungsfähigkeit unseren Organisationen wird in erster Linie von ihrem Geschick aber auch ihrem Mut abhängen, Beobachtungen
zweiter Ordnung intelligent für sich zu nutzen.»
Aus Heft 2/2007


 

Organisationale Lernfähigkeit gestalten

Christoph Baitsch/Ralf Wetzel
«Mit der Frage nach der Beobachtungsbreite wird zunächst geprüft, wie differenziert das Unternehmen Ereignisse in der Umwelt wahrnimmt. Wichtig ist hier die Einschätzung, in welch vielfältiger und flexibler Weise das Unternehmen unterschiedliche Ereignisse in der Unternehmensumwelt registriert. Dies kann man graduell unterscheiden,indem man etwa prüft ob dies kaum bzw. passiv, eher ad hoc und gegenwartsorientiert oder gar vorausschauend und mit der Intention einer selbstinitiierten Umweltsteuerung betrieben wird.»
Aus Heft 2/2018


 

Kraftakt radikaler Umbau

Change Management zur Krisenbewältigung
Rudi Wimmer
«Diesem Kreis an Unternehmen bietet sich jetzt die Chance, ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen, ihre Innovationsfähigkeit auszuspielen, d. h. ihre geschäftspolitischen Maßnahmen antizyklisch anzulegen. Dieser Typus von Unternehmen hat gelernt, auf einen sorgfältig angelegten, längerfristig ausgerichteten Kompetenzaufbau zu setzen. Sie vermeiden, wo immer es geht, einschneidende radikale Organisationsumbauten, weil sie um die destruktiven Folgewirkungen solcher Transformationsprozesse wissen. Vielmehr investieren sie in eine nachhaltige Selbsterneuerungskraft, die vorausschauend Veränderungsimpulse aufgreift und sie für eine gezielte evolutionäre Weiterentwicklung des eigenen Leistungsvermögens nutzt.»
Aus Heft 3/2009


 

Dimensionen der Bedeutsamkeit

Zur Aktualität der Sinnfrage in Unternehmen
Daniela von Heyl
«Der Führende selbst braucht eine innere Souveränität. Wertorientierte Führung zielt auf Zustimmung, und diese darf und soll – im Sinne der Selbstveränderungskraft des Unternehmens – immer infrage stehen. Das auszuhalten und produktiv zu nutzen kann sich zur größten Stärke eines Unternehmens entwickeln.»
Aus Heft 1/2017


 

«Nach der Krise ist vor der Krise» könnte man in Anlehnung an das berühmte Sepp Herberger Zitat sagen. Selbsterneuerung erfordert unter Bedingungen verschärfter Ressourcenknappheit umso mehr neugieriges Erforschen, kritische Selbstbeoachtung und mutiges Neuaufbauen.

 


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