Mit Scrum zur agilen Organisation


Wenn sich beim Rugby alle auf einen Haufen drängen, spricht man von Scrum. In der Scrum-Methode spielt dieses Gedränge ebenfalls eine wichtige Rolle. | © makieni/fotolia.com

Gute Werkzeuge sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Wandel. Trotzdem hängt das Gelingen komplexer Veränderungsprojekte weniger vom Werkzeug selbst als von dem Kontext ab, in dem es angewendet wird.

In der Rubrik Werkzeugkiste stellen wir deshalb interessante Methoden für die Praxis der Veränderungsarbeit anhand ihrer Geschichte, Spezifika und Anwendungszusammenhänge dar. Die SCRUM-Methodik ist ein exzellentes Beispiel für eine wirkmächtige Methode – wenn sie im richtigen Rahmen kompetent eingesetzt wird.

Wenn sich beim Rugby alle auf einen Haufen drängen, bevor es erneut losgeht, spricht man von Scrum (Gedränge). In der Scrum-Methode ist dieses Gedränge beabsichtigt: Es geht darum, dass in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Austausch erreicht wird. In der agilen Softwareentwicklung sagt jeder Entwickler beispielsweise auf dem täglichen 15-Minuten-Treffen (daily Scrum) kurz, was er gemacht hat, was er als nächstes tun will und wo er auf Hindernisse trifft. Diese intensive Form der Teamarbeit, die nach festen Ritualen abläuft und meistens in räumlicher Nähe zueinander stattfindet, erinnert an Rugby, ebenso wie der gemeinsame Fokus auf den greifbaren Abschluss einer ins Auge gefassten Aufgabe. Dass es dabei nicht immer sauber geplant von statten gehen kann, versteht sich von selbst.

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