Der Schwerpunkt

ZOE

Schwerpunkt:

Bessere Zukunft

Du veränderst die Welt

Wir sind Wandel


Spüren Sie es auch? Unsere Welt ist dabei, sich massiv zu verändern. Der rechtspolitische Ruck und die damit verlorengehende Toleranz für das Andersartige und Liberale erfasst selbst demokratisch geprägte Länder. Die globale Erderwärmung oder das Problem von Mikroplastik konfrontieren uns mit unserer Unfähigkeit, unseren Planeten behutsam zu behandeln. Digitale Geschäftsmodelle bedrohen die Arbeitsplätze in nahe­zu allen Sektoren. Armut, Kriege, Hungersnöte oder schlichtweg der nachvollziehbare Wunsch nach einem menschenwür­digen Leben zwingen Menschen, unter Einsatz ihres Lebens ihre Heimat zu verlassen auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Die Schere zwischen Arm und Reich wird zunehmend größer und und und … Die Liste der sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen ist lang. Und allen wird immer klarer: Diese können nur in der Zusammenarbeit von politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Akteu­ren über die Grenzen der eigenen Disziplinen, Organisa­tio­nen und Staaten hinaus gelöst werden. Ein erster Schritt dahin ist schon getan. Mit der Agenda 2030 haben sich die Vereinten Na­tionen auf 17 übergeordnete Ziele geeinigt, deren Um­­set­zung eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozia­ler sowie ökologischer Ebene für alle Länder erreichen soll. Aber wie immer liegt auch hier die Schwierigkeit in der Umsetzung.

In dieser Ausgabe der ZOE beschäftigen wir uns mit Veränderungsansätzen und Innovationen, die zum Ziel haben, an den «Grand Challenges» anzusetzen und ein gesellschaftlich verantwortliches Unternehmertum spiegeln. Denn Organisationen werden zunehmend daran gemessen, wie sie mit ihren Innovationen, Produkten, Dienstleistungen, Wertschöpfungsketten und Arbeitsweisen zu einer nachhaltigen Welt beitragen.

Wir Change-Professionals haben das Potenzial, mit unserer Beratungskompetenz Einfluss auf die Projektgestaltung und Entscheider in Organisationen zu nehmen und damit die Umsetzung der Agenda 2030 maßgeblich zu unterstützen. Dazu müssen wir Position beziehen und Zielsetzungen, Wirkungen und Vorgehensweisen von Wandelinitiativen zu verändern suchen, wenn diese wesentliche ökologische oder soziale Konsequenzen außer Acht lassen. Die zu beobachtende Change-Müdigkeit und Frustration rührt auch von den oft rein aus wirtschaftlichen Interessen (sowohl von Seiten der Auftraggeber als auch Berater) getriebenen Veränderungsprojekten. Change Management ist ursprünglich aus der werteverankerten, humanitär orientierten Organisationsentwicklungsbewegung her­vorgegangen. Mittlerweile ist es vielerorts jedoch zu einer rein profitorientierten Beratungsdisziplin mutiert, die sich zu oft nur in den Dienst der Auftraggeberziele stellt und zu wenig berücksichtigt, was Veränderungsprojekte im Gesamtsystem und darüber hinaus bewirken.
Hier sollten wir zurück zu den Wertewurzeln der Disziplin finden und Change Management als Kunst verstehen, die sinn- und wertstiftende Transformationen ermöglicht und damit nachhaltige, gesellschaftliche und ökologische Entwicklungen fördert. Dafür müssen wir uns ernsthaften Fragen stellen: Wie unterstützt das jeweilige Projekt oder die Organisa­tion posi­tive ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen? Welche Projekte, Bewegungen und Organisationen möchte ich noch mehr unterstützen? Welche Produkte kaufe ich nicht mehr, von welchen Dienstleistungen nehme ich Abstand, weil die Organisation unwürdige Arbeitsbedingungen schafft? Wie kann ich selbst meinen Einfluss nutzen, um nachhaltige Entwicklungen für eine bessere Zukunft zu unterstützen?
Sind Sie dabei?

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