Der Schwerpunkt

ZOE

Schwerpunkt:

Was gut tut

Balanceakt gesunde Transformation

Bleiben Sie gesund!


Diese neue Grußformel begleitet unseren Alltag während der Corona-Pandemie. Schlagartig wurde uns bewusst, wie verletzlich wir sind. Ohne Gesundheit ist alles nichts, sie ist das wichtigste Gut, das wir schützen müssen. Mit den desaströsen Folgen, die der Lockdown sozial und wirtschaftlich für viele bedeutete, entstand jedoch zugleich in dieser einmaligen Situation des weltweiten Innehaltens die Möglichkeit, unsere bisherige Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensweise vor der Krise zu hinterfragen. Als Change-Professionals beobachteten wir mit großer Neugier sowohl unseren eigenen Umgang mit der neuen Situation als auch die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitsökonomischen Konsequenzen. Plötzlich werden die großen Fragen gestellt: Können wir die Corona-Krise für einen Reset unseres globalen Wirtschaftens nutzen, hin zu gesünderen und nachhaltigeren Formen des Lebens? Welche Transformationen sind nötig, um den Balanceakt zwischen Wohlstand und gesunden Arbeits- und Lebensweisen, nach denen sich so viele sehnen, zu meistern? In unserer neuen Rubrik «Ausblick» beginnen wir diese Diskussion mit einer Prognose, wie es mit und nach der Corona-Pandemie weitergehen kann. Und wir möchten zusammen mit Ihnen diesen Pfad in den nächsten Ausgaben weiterverfolgen.

Als wir den Schwerpunkt dieser Ausgabe geplant hatten, war das Corona-Virus nur ein amüsanter Name eines Römers in der französischen Ausgabe eines Asterix-Hefts. Doch schon lange hatten wir den Eindruck, dass der Ruf nach einer gesunden Un­ternehmensführung immer dringlicher wird und unser Wirtschaftssystem einer Erneuerung bedarf. Die hohen Quoten psychischer Erkrankungen sind als volkswirtschaftlicher Kostenfaktor Seismografen dafür, dass wir gegensteuern müssen. Die Ausgabe beinhaltet daher zahlreiche Impulse, wie Führung und Transformationen in Organisationen gestaltet werden kön­nen, damit wir in der komplexen digitalisierten Arbeitswelt un­sere Vitalität und Tatkraft beibehalten. Systematische Ansätze dafür finden sich zum einen in dem eindrücklichen Bericht von Marcel Pietsch-Khalili, wie die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens die gesamte Firma beflügelt, zum anderen im Beitrag zur Zertifizierung zum gesunden Unternehmen. Weitere Artikel illustrieren, wie Reflexionsräume, Auszeiten und Methoden der Metabalance und Achtsamkeit unsere kreative Kraft stimulieren und wie wir uns gerade jetzt wieder auf die Substanz unseres Wirkens besinnen können.

Gute Führung in Zeiten der Digitalisierung bedeutet, psychi­sche Belastungssituationen im Team zu erkennen und aktiv an­zugehen. Konkrete Empfehlungen dazu enthalten u. a. der Bei­trag von Jörg Felfe und Sarah Pischel sowie die Klassikerrubrik, in der wir uns diesmal mit Aaron Antonovskys Konzept der Salutogenese beschäftigen. Die Studie zu Innovationen für Le­ben und Arbeiten und die über das Heft verteilten Impulse in unseren Serien «was uns gut tut» und «was wir für ein gutes Le­ben brauchen» geben Hinweise, wo Veränderungen für eine le­benswerte Zukunft im Kleinen und Großen ansetzen können. Eines wird durch die Corona-Pandemie ebenso deutlich: Die komplexen Probleme, vor denen wir stehen, können nur gemeinschaftlich gelöst werden. Mit dem in der Rubrik «Werkzeug» dargestellten «Beyond Leadership»-Ansatz, wird es möglich, die Verbundenheit in einer Gruppe zu stärken. Und schließlich illustriert Winfried Berner, wie Methoden des Change Managements gesellschaftlichen Wandel unterstützen können.

Als Change-Professionals können wir jetzt wichtige Impulse setzen, um die vielfältigen Ebenen einer gesunden Unternehmensführung zu fördern. Lassen Sie uns diese Chance nutzen!

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