Inhaltsübersicht Ausgabe 01/1998

David Gutmann, Ronan Pierre, Jacqueline Ternier-David, Christophe Verrier
Die Wege der Autorität: vom Unbewussten zum Transzendentalen. Interventionen an der Arabischen Universität von Jerusalem.
Eine Seminarkonferenz nach dem Tavistock Konzept – mitten im Pulverfass des Nahen Ostens. Beteiligt: Palästinenser, Israelis, Europäer. Ziel: Verständnis vermitteln, welche Transformationen die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten begleiten. Dies rührt Tiefsitzendes, Verborgenes auf. Die Autorengruppe um David Gutmann beschreibt den Versuch, das Unbewusste im Hier und Jetzt der Seminar- Institutionen zu erkennen und zu formulieren, die Grenzen, die «in den Köpfen» wie im Lande wirksam sind, deutlich zu machen, und den schwierigen Prozess, sich der eigenen Rollen bewusst zu werden.

Helmut Meyer
Vom Verwalter zum Gestalter. Das klassische Personalwesen im Wandel.
Im Strudel der Auseinandersetzungen, die die unternehmensweiten Dezentralisierungsprozesse begleiten, versucht das Klassische Personalwesen seinen neuen Weg zu finden. Helmut Meyer beschreibt die Klippen dieses Prozesses und die neuen Anforderungen, mit denen das Personalwesen konfrontiert ist, wenn es sich vom blossen Verwalter der Personalangelegenheiten zum strategischen Mit-Gestalter der Unternehmensentwicklung mausern will.

Roland Deiser
Corporate Universities – Modeerscheinung oder Strategischer Erfolgsfaktor?
Wer auf sich hält, der gründet eine Akademie. Ist das, was aus den Staaten kommend nun auch in deutschen Unternehmen um sich greift, nur eine Modeerscheinung? Oder können firmeneigene Universitäten und Akademien zum Motor der Unternehmensentwicklung und zur Drehscheibe der Organisationstransformation werden? Roland Deiser differenziert unterschiedliche Modelle mit jeweils spezifischer Verknüpfung von Lernen und Praxis und analysiert die erfolgskritischen Faktoren, die beim Design von integrierten Lernarchitekturen zu berücksichtigen sind.

Georg Schreyögg
Unternehmenstheater als Intervention
Rein rational läuft da nur wenig, uns aus dem gewohnten Trott zu bringen. Ohne emotionale Beteiligung fällt das «Auftauen» schwer. Wie wäre es da mit Theater im Unternehmen als Intervention? Georg Schreyögg erklärt Wirkungsweisen der theatralischen Intervention und zeigt Gestaltungsmöglichkeiten auf.

Bonnie M. Brown
Die Entwicklung von Führungskräften in Unternehmerfamilien
Unternehmerfamilien tragen ein schweres Erbe. Im komplizierten Beziehungsgeflecht von Familien-, Eigentums- und Managementstrukturen geht die gezielte Förderung und Entwicklung der Nachfolgegeneration oft im «Bermudadreieck» von Geld, Macht und Liebe verloren. Bonnie M.Brown beschreibt in ihrer Fallstudie den oft mühsamen, aber letztlich erfolgversprechenden Weg, ein Planungs-, Kommunikations- und Beziehungsmanagement im Kontext von Familie, Unternehmen und Eigentümersystem aufzubauen und zu entwickeln.

Urs Witschi, Gerwig Schlager, Uwe Scheutz
Projektmanagement in komplexer werdenden Situationen. Vom Nutzen des systemischen Ansatzes beim Projektmanagement.
Auch das Projektmanagement wird immer komplexer. Längst hat es sich von rein technischen Problemstellungen abgenabelt und ist in immatrielle und soziale Bereiche vorgestossen. Unterschiedliche Projekttypen machen weiter entwickelte Projektmanagement-Methoden erforderlich, die die Unvorhersehbarkeit von Einflussfaktoren und Vernetzungen berücksichtigen. Kann hier der systemische Ansatz helfen? Witschi, Schlager und Scheutz gehen es an und stellen dar, wo die Integration des systemischen Ansatzes sinnvoll ist, welche Methoden dazu angewandt werden können und zu welchen Änderungen dies im Projektverlauf führen kann.

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