Inhaltsübersicht Ausgabe 01/2000

Rudolf Wimmer, Reinhart Nagel
Der strategische Managementprozess: Zur Praxis der Überlebenssicherung in Unternehmen
Lassen sich Formen der Strategieentwicklung finden, die der aktuellen Veränderungsdynamik einen zukunftsorientierten Rahmen geben können, ohne den alten rationalitätsorientierten Illusionen von Planbarkeit und Berechenbarkeit wiederum anheim zu fallen? Die Autoren skizzieren eine Sequenz von Schritten, die die unvermeidbare Komplexität der Strategiearbeit didaktisch reduziert und dadurch leichter bearbeitbar macht.

Cornelia Edding
Chancenungleichheit zu Zeiten des Wandels
Was geschieht mit Fraueninteressen, wenn Organisationen sich verändern? Tragen die Veränderungsprozesse dazu bei, dass Aufstiegs- und Entwicklungshindernisse für Frauen abgebaut werden oder reproduzieren sich dabei die geschlechtsbezogenen Unterschiede. Cornelia Edding sichtet die (spärliche) Literatur und resümiert Erfahrungen aus ihrer Beratungspraxis. Und sie zeigt Möglichkeiten auf, wie Betroffene und Engagierte Einfluss auf Veränderungsmassnahmen nehmen können.

Stephan A. Jansen
10 Thesen gegen Post Merger Integration Management
Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht über neue Fusionen und Firmenübernahmen liest. Paradoxerweise ist die Erfolgsrate solcher Unternehmenszusammenschlüsse relativ gering. Stephan A. Jansen analysiert Ursachen des Misslingens und schlägt einen Denkansatz vor, der nicht länger auf eine Einheit des Identischen sondern eine dynamische Einheit der Differenz, d.h. aktivem Grenzmanagement anstelle einer Integrationsstrategie, abstellt.

Roswita Königswieser, Gerhard Jochum
Die Vertreibung aus dem Paradies
Ein Unternehmen mit „öffentlicher Versorgungsaufgabe“ macht sich auf den Weg, sich zu einem Infrastrukturdienstleister zu entwickeln. Königswieser und Jochum beschreiben aus unterschiedlicher Perspektive (Berater/Auftraggeber) den schwierigen Prozess – seine Krisen und seine Erfolge – und schildern, wie sich daraus eine gemeinsam lernende und gestaltende „Entwicklungsgemeinschaft“ herauskristallisiert.

Robert Reichstein
Outputorientierte Organisationsentwicklung für NP
Knapper werdende finanzielle Ressourcen bei zunehmenden Anforderungen und ein wachsender Konkurrenzdruck stellen auch NPOs vor die Herausforderung, sich stärker an den Bedürfnissen ihrer Kundengruppen zu orientieren. Robert Reichstein beschreibt mit der Outputorientierten Organisationsentwicklung einen Ansatz, der es diesen Organisationen ermöglicht, ihre Angebote auf den Bedarf der Zielgruppen auszurichten.

Sylvia Schroll-Machl
Kulturbedingte Unterschiede im Problemlöseprozess
Die eigene Arbeitsweise erscheint einem immer als das normale. Wie sehr sie kulturell geprägt ist, erfährt man erst, wenn man mit Angehörigen aus anderen Kulturen zusammenarbeitet. Sylvia Schroll-Machl analysiert typische Konfliktfelder in der Zusammenarbeit deutsch-amerikanischer Projektgruppen und zeigt Wege, wie sich die kulturspezifischen Barrieren überwinden lassen.

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