Inhaltsübersicht Ausgabe 02/1998

Mathias Fontin
Dilemmata in Organisationen aktiv bewältigen
Man steckt in der Klemme. Anforderungen einer zunehmend komplexer werdenden Umwelt und wachsende Ansprüche der Beteiligten stellen uns immer häufiger vor Situationen, die scheinbar auswegslose Dilemmata darstellen. Wie können die Dilemmata handhabbar gemacht werden. Mathias Fontin stellt Werkzeuge und Einsatzperspektiven eines Verfahrens vor, mit denen Dilemmata erkannt, verstanden und – die Systemgrenzen überschreitend – transformiert werden können, um handlungsfähig zu bleiben.

Olya Khaleelee/RalphWoolf
Persönlichkeit, Lebenserfahrung und Führungsfähigkeiten: Erklärungskonzept und Fallstudien
Was macht den Unterschied zwischen guten und schlechten Führungskräften aus? Und warum reicht die Fähigkeit zum «managen» noch nicht zum Führen von Mitarbeitern? Khaleelee und Woolf zeigen, dass Persönlichkeit und Lebenserfahrung grundlegenden Einfluss auf die Führungsfähigkeit haben. Sie beschreiben, wie sich die Entwicklung von Abwehrmechanismen auf die Fähigkeit auswirkt, Unsicherheiten zu ertragen und Mehrdeutigkeiten auszuhalten. Und sie erläutern, wie sich ein Abwehrmechanismus-Test als Beurteilungsgrundlage für die Auswahl und Entwicklung von Leitenden Angestellten anwenden lässt.

Peter Heintel
Interne Beratung
Organisationale Veränderungsprozesse sind mehrdimensional und widersprüchlich – und dies wirkt sich auch auf ihre Beratung aus. Insbesondere Interne Berater stehen vor dem Problem, einerseits eingebunden zu sein im System, andererseits «Systemdifferenz» zu benötigen, um Prozesse beraten zu können. Peter Heintel formuliert Thesen zur Situation und zur Rolle der Internen Berater: zu den Widersprüchen, Ängsten und Verführungen. Und er skizziert Fragen, die sich Interne Beratung stellen sollte.

Michael Kempf/Markus Beer
Die Einführung teamorientierter, dezentraler Problemlöse- und Beratungsstrukturen
Wie kann ein Einzelhandelsunternehmen auf einen härter werdenden Verdrängungswettbewerb reagieren und gleichzeitig das eigene Wachstum in den Griff bekommen? Kempf und Beer schildern in ihrer Fallstudie Ziele, Erfolge und Schwachstellen beim Aufbau einer teamorientierten Problemlöse- und Beratungsstruktur, mit deren Hilfe der funktions- und linienübergreifende Kommunikationsfluss optimiert, die Nähe zum Kunden erhöht und brachliegende Mitarbeiterpotentiale besser genutzt werden sollen.

Alfred Kieser
Immer mehr Geld für Unternehmensberatung – und wofür?
Der Markt für Unternehmensberatung boomt – und die Gründe hierfür sind vielfältig. Alfred Kieser analysiert die Hintergründe der wachsenden Nachfrage und beschreibt die offenen und verborgenen Funktionen, die Unternehmensberatung erfüllt. Und er stellt die Frage, wer von ihr nachhaltig profitiert – der Klient oder doch nur der Berater, der mit seinem Angebot eine Maschinerie in Gang setzt, die ihm eine bleibende Revenue beschert, weil die beratenen Manager sich in unklaren und unstrukturierten Situationen unsicher und unwohl fühlen.

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