Inhaltsübersicht Ausgabe 03/1998

Dirk Baecker
Zum Problem des Wissens in Organisationen
Warum sind Organisationen vielfach resistent gegenüber Zumutungen des Wissens? Und was folgt daraus für Organisation und Gestaltung des Wissensmanagements? Auf Basis einer Differenzierung von fünf Formen des Wissens analysiert Baecker Motive der Ablehnungswahrscheinlichkeit des Wissens, die sich aus der Eigentümlichkeit von Organisationen als sozialen Systemen ergeben, und skizziert Einsatzbedingungen und Reichweite eines organisierten Wissensmanagements.

Josef Oberneder
Informieren, Kommunizieren, Provozieren oder eine ganz normale Reise durch die OE-Landschaft
Wie reisst man Kommunalverwaltungen aus ihrem Dornröschen-Schlaf? Information und Kommunikation sind notwendige Voraussetzungen – aber vielleicht rüttelt Provokation noch mehr auf. Josef Oberneder schildert in seiner «Reisebeschreibung durch die OE-Landschaft» kreative Gestaltungsmöglichkeiten, die über eine bloss kognitive Vermittlung der Veränderungsziele hinaus zu einer emotionalen Betroffenheit führen sollen, um einen nachhaltigen kulturellen Wandel zu bewirken.

Forum: Organisationsentwicklung und die Organisation der Zukunft
Edgar H. Schein
Die Entwicklung der Organisationsentwicklung
Wo liegen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der OE? Was ist geblieben, wo haben sich Sichtweisen und Perspektiven verändert? Edgar H.Schein wirft einen Blick zurück auf eine frühere Veröffentlichung aus dem Jahre 1972: manches ist noch heute gültig, aber der Blick ist schärfer, konturierter geworden. Systemisches Denken, das Konzept des Organisationslernen und die Berücksichtigung interkultureller Aspekte sind zu wesentlichen Merkmalen einer OE geworden, die sich neuen Herausforderungen stellt.

Warner Burke
Die neue Agenda für Organisationsentwicklung
Wie stehen Praktiker der Organisationsentwicklung zu Reengineering und Downsizing? Halten sie sich abseits, weil die Konsequenzen mit ihrer eigenen Wertebasis konfligieren, oder werden sie zum willigen Erfüllungsgehilfen? W. Warner Burke plädoyiert in seinem Beitrag für ein stärkeres Engagement, das aber auf einem klaren Bewusstsein der eigenen Wertebasis beruht. Und er entwickelt anhand von sechs Kernthemen eine Richtschnur des Handelns, die OE-Praktikern eine Orientierung bietet.

Niko Mohr/Robert Fritsch
Zielgerichtete Kommunikation – Schlüsselfaktoren erfolgreichen Veränderungsmanagements
Wer vom Sinn einer Veränderung nicht überzeugt ist, wird Widerstand leisten. Erfolgreiches Veränderungsmanagement muss deshalb die Projektvorhaben mit einem Kommunikationskonzept verknüpfen, das die MitarbeiterInnen in den Veränderungsprozess einbindet und ein aktives Auseinandersetzen mit dem Problemen ermöglicht. Mohr und Fritsch begründen die Notwendigkeit einer zielgerichteten Kommunikation in Veränderungsprojekten und zeigen in ihrer Fallstudie Gestaltungsmöglichkeiten auf.

Ernst Domayer
Potential- und strategieorientierte Managemententwicklung
Was ist, wenn Manager in die Jahre kommen und plötzlich feststellen, dass sie es versäumt haben, sich rechtzeitig um den Aufbau eines hochqualifizierten Führungsnachwuchses zu kümmern? Nur einfach ein Qualifizierungsprogramm aufzulegen, reicht nicht aus – gefordert ist ein Umsteigen von einer Führungsstruktur und -kultur auf eine andere. Ernst Domayer beschreibt in seiner Fallstudie einen Prozess, der versucht, organisationales und personales Lernen zu verknüpfen, und leitet daraus allgemeine Prinzipien derartiger Entwicklungsprozesse ab.

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