Inhaltsübersicht Ausgabe 03/2000

Erna Szabo
Ethnographie – eine Methode der besonderen Art, geeignet auch für die Beratungspraxis
Was soll Ethnographie in der Beratung? Ist das nicht eher eine Methode, um das Treiben von Völkerstimmen in entlegenen Gegenden unseres Erdballs zu beobachten? Erna Szabo zeigt, dass ethnographische Methoden auch gute Dienste bei der Diagnose und Beratung von Organisationen leisten können, ohne dass man dabei gleich an kannibalistische Praktiken denken muss.

Thomas Dannenberger, Monika Machetanz, Monika Reinecke
„There’s a New Game in Town“ – Internationale Nachwuchsentwicklung bei der Lufthansa
Spielt die Lufthansa in der Champions Leaque mit? Wohl nur dann, wenn sie Nachwuchskräfte hat, die über den Tellerrand schauen und neue Ideen in die Realität umsetzen. Dannenberger, Machetanz und Reineke beschreiben ein innovatives PE-/OE-Konzept, das Elemente der Grossgruppenveranstaltung mit solchen des Action Learning verknüpft.

Alexander Exner, Roswita Koenigswieser
Wenn Berater in Netzwerken werken
Netzwerke sind ,in` – auch für Berater. Vieles spricht dafür, dass diese Beziehungsform speziell im Beratungs-Metier besonders funktionell ist. Alexander Exner und Roswita Koenigswieser machen sich an eine Beschreibung von Beraternetzwerken: sie loten Chancen und Risiken aus, benennen die heissen Themen und beschreiben die Anforderungen, die letztlich Erfolgsfaktoren sind.

Karin Hirschfeld, Harald Preissler, Christian Hoffmann
Was soll das Theater? Erfahrungen mit Spiel und Theater in der Organisationsentwicklung
Jetzt machen die Mitarbeitenden auch noch Theater. Und dies im wortwörtlichen Sinne. Auch das Unternehmenstheater ist ,in`, doch was kann es bieten? Hirschfeld, Preissler und Hoffmann beschreiben Vorformen und Formen partizipativer Varianten des Unternehmenstheaters und zeigen, welche Potentiale aber auch Risiken in diesen Inszenzierungen liegen.

Frank-Michael Orthey, Friederike Tilemann, Joerg Ritscher, Reinhold Wehner
Themenorientierte Improvisation (TOI) – Theater bei laufendem Betrieb
Theater – 2. Akt – und nun wird auch noch improvisiert. TOI ist eine interaktive Lernform, bei der Organisationsmitglieder und SchauspielerInnen in gemeinsamer Arbeit Perspektiven verändern und erweitern. Orthey, Tilemann, Ritsche und Wehner beschreiben Ziele, Anwendungsfelder und theoretische Grundlagen dieser Methode und zeigen an einem Beispiel, wie sie wirkt.

Forum
Interkulturelle Zusammenarbeit in einer globalen Ökonomie
Welche Anforderungen kommen auf das international tätige Management zu? Saner, Yiu und Sindergaard definieren „business diplomacy management“ als Kernkompetenz global handelnder Unternehmen und analysieren die dafür erforderlichen Qualifikationen; Gerd Hofielen und Jim Broome beschreiben Herausforderungen für die Leitung internationaler Teams in konfliktreichen Projektsituationen. Als kleine Innovation , doch zum Thema passend: beide Beiträge in englischer Sprache:

R. Saner, L. Yiu, M. Sondergaard
Business diplomacy management – A core competency for global companies
Global companies require business competencies in which most managers have no background or training. The competencies needed to deal with foreign country interests, multiple domestic and foreign pressure groups, or international conflict demand that global companies acquire organizational competency in business diplomacy management. This competency would build bridges between core business and the complex political environments within which global firms conduct business.

Gerd Hofielen, Jim Broome
Leading International Teams: A New Discipline?
Is leading an international team a new discipline of management? One could argue NO and say it’s just like leading any team with the usual features plus the cross-cultural dimensions. Or one could think YES because the intertwined cultural mindsets produce a new melange that significantly changes the way the teams need to be managed. If you want to ensure the success of international teams it is critical to have an opinion about this watershed question. This article is distinctly of the opinion that «YES» is the correct answer. Please see for yourself whether you agree.

Top