Inhaltsübersicht Ausgabe 03/2001

Joachim Freimuth
Zur Bedeutung von Raum und Zeit bei der Intervention in Konfliktsysteme
Wenn Konflikte eskalieren, kann das raum-zeitliche Setting, in dem sie stattfinden, selbst zum Problem werden. Konfliktsysteme entfalten eine spiralförmige Eigendynamik der Eskalation, in deren Verlauf sich die räumliche und zeitliche Perspektive immer mehr verengt. Interventionen müßten gezielt unter raum-zeitlichen Aspekten gestaltet werden. Joachim Freimuth zeigt die Zusammenhänge auf und plädiert für ein gezielteres Eingreifen in Problemsysteme.

N. Carmann, S. Brock, A. Janes, I. Kreuzer, M. Schulte-Derne
Die Entscheidungs-Matrix
Eine Matrix-Organisation erzeugt Druck zur Einigung trotz unterschiedlicher Interessen. Dies birgt den Vorteil, dass unterschiedliche Logiken miteinander verbunden werden, lässt aber auch leicht Konflikte entstehen. Ein Beratungs-Team der C/O/N/E/C/T/A skizziert gemeinsam mit S. Brock von der DG-Bank in Zürich ein Seminar, das die TeilnehmerInnen zur Reflexion über die Kommunikationskultur im Unternehmen anregen soll.

S. Novak-Zezula, P. Nowak, C. Peinhaupt, J.M. Pelikan
Qualitätsentwicklung durch Benchmarking zwischen Krankenhäusern
Auch im Non-Profit-Bereich kommt Benchmarking in Mode, wenn es gilt, die eigenen Qualitätsmassstäbe an noch Besseren auszurichten. Ein Team des Ludwig Boltzmann-Instituts für Medizin und Gesundheitssoziologie beschreibt ein komplexes Benchmarking-Projekt zur Qualitätssicherung in Krankenhäussern und leitet daraus Empfehlungen für die Gestaltung entsprechender Vorhaben ab.

Dorothea Herrmann, Thomas Lauer
Erfahrungswerkstätten
Ein Instrument für die Gestaltung von Lern- und Aktivierungsprozessen

Längst ist auch in den Gewerkschaften Lernen zu einem zunehmend wichtigen Thema geworden, wenn es darum geht, in der eigenen Organisation effizienter, effektiver und wirtschaftlicher arbeiten zu können. Dorothea Herrmann und Thomas Lauer beschreiben Erfahrungswerkstätten als organisatorischen Rahmen für Lernprozesse, um die Erfahrungen der Organisationsmitglieder für die eigene Organisation nutzbar zu machen.

Interview
Start-ups in der New Economy:
Ein Erfolgsmodell für Führung und Organisation?

Noch kaum vorbei sind die Zeiten, als Start-ups wie Pilze aus dem Boden schossen. Doch seit die Aktienkurse abgestürzt sind, ist der Gang zur Börse mühsam geworden und manche Illussion wie eine Seifenblase geplatzt. Rudi Wimmer und Christoph Kolbeck spüren im Interview mit dem Inkubator Olaf Schmitz den Schwierigkeiten und Hindernissen nach, mit denen der Weg zur Unternehmensgründung gepflastert ist.

Forum
Die 360°-Feedback-Debatte
Daniela Rastetter und Oswald Neuberger haben die Debatte mit einer kritischen Analyse in Heft 4/00 eröffnet. Wesentlich mehr angetan von der Methode ist Dieter Quiskamp, der schildert, wie das Instrument als Ausgangspunkt für weitreichende Veränderungsprozesse benutzt wird. Reinhard K. Sprenger warnt hingegen vor den Konsequenzen, die das Disziplinierungsmittel aus seiner Sicht birgt.

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