Inhaltsübersicht Ausgabe 03/2002

Peter Fuchs
Hofnarren und Organisationsberater
Zur Funktion der Narretei, des Hofnarrentums und der Organisationsberatung

Nicht dass Organisationsberater immer Narren wären. Doch einige der kommunikativen Merkmale der Organisationsberatung lassen sich durchaus vergleichen mit Funktionen, die Hofnarren in früheren Gesellschaften ausübten. Peter Fuchs macht einen Streifzug durch die Entwicklung der Narretei und erläutert ihre Funktion im Kontext der jeweiligen Sozialordnung. Dabei zeigen sich überraschende Parallelen darin, wie Organisationsberatung Organisationen zwar irritiert, aber in ihrer Authenzität nicht tangieren kann.

Dominik Petersen, Urs Witschi
Change – Management von Unterschieden
Soll Veränderung nachhaltig wirken, bedarf es Durchhaltevermögen und einer Architektur, die einen Unterschied macht. Dominik Petersen und Urs Witschi schildern in ihrer Fallstudie den Aufbau einer sich selbst steuernden Parallelorganisation für die Veränderung und erläutern die Spielregeln fürs Netzwerken, die dazu beitragen, dass Dynamik entsteht.

Ernst Domayer
Spielarten der Potentialeinschätzung
Wachsender Produktivitätsdruck zwingt die Unternehmen, ihre Human Ressourcen gezielter und effizienter auszuwählen und einzusetzen. Doch kann überhaupt das zukünftige Potential der Führungskräfte eingeschätzt werden ? Und wie gehen Unternehmen mit der Paradoxie um, Erwartungssicherheit zu erzeugen, wenn der Gegenstand prinzipiell nicht vorhersehbar ist? Ernst Domayer systematisiert Formen der Potentialeinschätzung und analysiert ihre Konsequenzen für die Praxis.

Karsten Gottke
Home – sweet home.
Selbstführung von Telearbeiter und ihre organisatorische Integration

Die Arbeit kehrt nach Hause zurück – dies ist längst Realität für eine wachsende Zahl von Mitarbeitenden. Damit das Zuhause-Arbeiten aber auch seine Früchte trägt, sind Mitarbeitende wie Unternehmen gefordert. Karsten Gottke beschreibt die erforderlichen Kompetenzen in Selbstorganisation und Selbstführung und zeigt auf, wie Unternehmen die organisatorische Integration und Bindung der extern Arbeitenden unterstützen können.

Sabine Boerner
Keine Dirigent – aber viele Führende
Das Orpheus Chamber Orchestra

Ein Orchester ohne Dirigent – kann das gut gehen ? Wie dies möglich ist – wenn sich alle an ein paar Spielregeln halten – beweist das Orpheus Chamber Orchstra. Sabine Boerner schildert das Fallbeispiel, zeigt seine Voraussetzungen und überprüft kritisch, was sich davon auch auf Wirtschaftsunternehmen übertragen läßt, damit auch dort falsche Töne vermieden werden.<

Klaus Moser, Katja Preising
Informationsüberflutung am Arbeitsplatz
Wer aus dem Urlaub zurückkommt, den erwartet erstmal Stress am PC. Bis man sich durch die Mail-Box durchgekämpft hat und alle Dateianhänge gesichtet sind, ist der Erholungseffekt fast schon verpufft. Klaus Moser und Katja Preising analysieren Auswirkungen und Ursachen der Informationsüberflutung und diskutieren Möglichkeiten der Stressbewältigung. Michael Spehr schildert das Leiden an der neuen Kommunikations-Technologie und erläutert, warum Wissen nicht immer Macht ist.

Interview mit Thorsten Hinrichs
Externes Rating – Spezielle Beobachter zwischen Unternehmen und Kapitalmarkt
Im 2.Teil des Interviews, das R.Wimmer und C.Kolbeck mit T.Hinrichs, dem Geschäftsführer von Standard & Poor’s Deutschland, führten geht es um die Qualifikation der Analysten, den Markt der Rating-Agenturen und die Konsequenzen, die sich aus dem Ratings-Prozess ergeben.

Forum
Interkulturelle Kompetenz als Business
Sind Kulturunterscheidungen hilfreich, um sich auf Mitglieder anderer kulturellen Gruppen einzustellen. Oder ein veraltetes Konzept, das verhindert die anderen als strategisch handelnde Partner zu erkennen. U.Brinkmann/ O.v.Weerdenburg sowie A.Thomas antworten Breidenbach/Nyiri. Mit einer kurzen Replik der AutorInnen.

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