Inhaltsübersicht Ausgabe 04/1998

Gunnar Kunz
Zielvereinbarungen – intentionale Gestaltung der Unternehmensentwicklung
Ziele haben im unternehmerischen Geschehen vielfältige Funktionen zur Verwirklichung einer effizienten Wertschöpfung und zur Aktivierung verborgener Nutzenpotentiale. Zielvereinbarungen kommt damit eine wichtige Steuerungsrolle für die Menschen in den Organisationen zu. Gunnar Kunz beschreibt die Voraussetzungen für Zielvereinbarungsprozesse und klärt, welche Anforderungen an die Gesprächsführung zu beachten sind, damit tatsächlich von Vereinbarungen gesprochen werden kann.

Rolf Kuhn, Roberto Lombardi
Teilautonomie – «Amtl. bewilligt»
Auch Bundesämter kommen nicht umhin, sich veränderten Realitäten zu stellen – und so entsteht aus einer ursprünglich harmlosen Anfrage für eine Bildungsveranstaltung ein umfassendes Reorganisationsprojekt. Kuhn und Lombardi reflektieren den Veränderungsprozess, bei dem eine hierarchische Behördenstruktur in teilautonome Teamstrukturen verwandelt wird, und schildern Widrigkeiten und Dilemmata einer solchen Transformation.

Georg Schreyögg
Strategische Diskurse: Strategieentwicklung im organisatorischen Prozess
Oben wird die Strategie gemacht und unten wird sie ausgeführt. Was im klassischen Verständnis von Strategieentwicklung so folgerichtig erscheint, ist selten Realität. Georg Schreyögg stellt neue Ansätze der Strategieforschung vor und zeigt, wie Strategien evolutionär aus organisatorischen Prozessen entstehen: als Ergebnis des Zusammenströmens organisatorischer Ströme und komplizierten Aushandlungsprozessen. Dem Top-Management fällt dabei schon eine Rolle zu – aber eine etwas andere.

Jürgen Heimbokel, Wolf Klinz
Unser Weg zur Business Excellence
Wie erreicht man nachhaltige Veränderung? Und wie, dass Projekte nicht mehr im Sande verlaufen? Heinbokel und Klinz beschreiben den Weg ihres Unternehmens zur Business Excellence – Rückschläge und «Missverständnisse» eingeschlossen. Gerade diese zeigen jedoch die prägende Rolle der Unternehmenskultur, die man angehen muss, sollen die Prozesse nicht in blossen Absichtserklärungen stecken bleiben.

Jens Beckert, André Metzner, Heiko Roehl
Vertrauenserosion als organisationale Gefahr und wie ihr zu begegnen ist
«Kann man denen noch vertrauen?» – eine Frage, die in den Wirren von Downsizing, Restrukturierung und Reengineering immer häufiger zu hören ist. Doch was ist dies offensichtlich notwendige «Gut», das hier eingefordert wird? Beckert, Metzner und Roehl untersuchen, was es mit dem «Vertrauen» so auf sich hat – wie man es aufbaut, aber auch schnell zerstört. Und sie skizzieren Massnahmen, die erforderlich sind, um der Spirale der Vertrauenserosion Einhalt zu gebieten.

Hans-Joachim Schubert
Zur Evaluation umfassender Veränderungsmassnahmen in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation
Wie kann man Organisationsentwicklungsmassnahmen evaluieren, die in einem komplexen Untersuchungsfeld stattfinden, auf das sich unterschiedliche Interessen fokussieren und externe Einflüsse fortlaufend einwirken. Hans-Joachim Schubert geht in seinen Fallstudien über Organisationsentwicklungsmassnahmen in Werkstätten für Behinderte auf grundsätzliche Fragen der Evaluierung ein und zeigt mögliche Strategien auf.

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