Inhaltsübersicht Ausgabe 04/1999

Günther Vedder, Robert Behner
Konfliktmanagement als kritischer Erfolgsfaktor Einführung von QM-Systemen in Handwerksbetrieben
Auch Klein- und Mittelbetriebe des Handwerks sind zunehmend mit Fragen der Qualitäts-Zertifizierung konfrontiert. Die häufig noch traditionell-patriarchalisch geführten Betriebe reagieren darauf vielfach mit Skepsis und Unsicherheit. Günther Vedder und Robert Behner berichten aus einem Modellversuch, der sich mit Möglichkeiten einer handwerksgerechten QM-Einführung beschäftigt hat. Ausgelöst durch die Infragestellung der tradierten Strukturen und Abläufe sowie die enorme Belastung, die die QM-Einführung in kleinen Betrieben mit sich bringt, entstehen interpersonelle Konflikte zwischen den jeweils Beteiligten. Ein sorgfältiges Konfliktmanagement erweist sich deshalb als kritischer Erfolgsfaktor.

Fritz B. Simon
Familien, Unternehmen und Familienunternehmen
Für die meisten sind es getrennte Welten: hier die Familie mit ihren gefühlsmässigen Banden, dort das Unternehmen mit seinen nüchtern kalkulierten Abläufen. In Familienunternehmen vermischen sich jedoch die beiden Lebenssphären und dies hat Folgen. Fritz B. Simon geht den Unterschieden der beiden sozialen Systeme «Familie» und «Unternehmen» nach, um zu klären, welche Risiken und Chancen sich aus der Kopplung von Familie und Unternehmen ergeben. Die unterschiedlichen Kommunikationstechniken, die die beiden Systeme prägen, stellen erhöhte kommunikative Anforderungen an die betroffenen Familienmitglieder – doch liegt vielleicht gerade darin das Geheimnis des Erfolgs.

Martin Classen, Ralph Becker
Wissensmanagement in der Praxis
Dass Wissensmanagement eine zentrale Herausforderung für Unternehmer ist, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, wird wohl niemand bestreiten. Doch wie lässt sich Wissensmanagement als System organisieren und was kann man tun, damit die Instrumente auch genutzt werden. Martin Classen und Ralph Becker erläutern den Aufbau eines Wissensmanagementsystems als fünfstufigen Wertschöpfungsprozess und setzen sich mit der Frage auseinander, wie und warum ein Mitarbeiter eigenes Wissen in das System abgibt und wie und warum er fremdes Wissen aus dem System herausnimmt. Und hierbei zeigt sich, dass Wissensmanagement nicht nur ein technischer Prozess ist, sondern vor allem ein sozialer.

Anna Meyer
Die emotionale Seite der Unternehmernachfolge
«Wie kann die Unternehmernachfolge gelingen ?» – eine Frage, die gerade in Familienunternehmen vielfach für Brisanz sorgt. Anna Meyer setzt sich mit der emotionalen Seite der Unternehmernachfolge in Familienunternehmen auseinander, den Unsicherheiten und Zweifeln bei den Senioren, den Ängsten und Selbstzweifeln der potentiellen NachfolgerInnen und den sich daraus ergebenden Konflikten. Und sie zeigt Möglichkeiten und Wege auf, wie sich Nachfolgeregelungen als mehrjähriger Prozess schrittweise planen lassen, damit der Übergang gelingt.

Ralph Grossmann, Georg Zepke
Das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument im Krankenhaus
Krankenhäuser stellen ein hochentwickeltes Expertensystem in einer sehr oft veralteten Organisationsstruktur dar. Die Veränderungen im ökonomisch-gesellschaftlichen Umfeld fordern aber auch diese Einrichtungen heraus, sich den neuen Gegebenheiten zu stellen. Der Gestaltung des Führungsprozesses kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung für die Entwicklungsfähigkeit der Organisationen zu. Ralph Grossmann und Georg Zepke berichten in ihrer Fallstudie von der Einführung des Mitarbeitergesprächs als Führungsinstrument im Krankenhaus. Sie zeigen auf, welche Strategien sich dabei bewährt haben und welche Erfahrungen sich aus dem Implementierungsprozess ergeben.

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