Inhaltsübersicht Ausgabe 4/12

ZOE

Schwerpunkt:

Die Kraft des Träumens in Organisationen

Visions- und Leitbildentwicklungsprozesse gestalten

Falls Sie es eher mit Helmut Schmidt halten, der Personen mit Visionen rät, zum Arzt zu gehen, so können Sie sich diese Ausgabe der OE sparen. Denn der Schwerpunkt dieses Heftes rankt sich um den Identitätskern von Organisationen, welche in Form von «Vision und Mission Statements» sowie Leitbildern verbrieft sind. Genauer noch: um die Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse dieser Artefakte der Unternehmenskultur. Während die einen Vision Statements und Leitbilder als bloße auswechselbare Worthülsen auf teurem Hochglanzpapier abtun, betrachten andere sie als zentrale Elemente der Organisation, welche die tägliche operative Hektik mit Bodenhaftung und Orientierung versorgen.

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Artikel


Wie entwickeln Sie eine Vision?
Konkrete Tipps von acht Top Führungskräften renommierter Firmen

Worauf kommt es bei der Visionsarbeit tatsächlich an? Die über das Heft verteilten Kurzinterviews mit erfahrenen Managern geben Aufschluss.

Hüseyin Özdemir
Die Vision als Ausgangspunkt für werteorientierte Unternehmensführung
Definition, Bedeutung und Umsetzung im Kontext des Change Managements

Möglichkeiten und Grenzen der Visionsentwicklung als Instrument des Wandels in Organisationen.

Maika Rawolle und Hugo Kehr
Lust auf Zukunft
Die motivierende Kraft von Unternehmensvisionen verstehen und nutzen

Ein wissenschaftlicher Blick auf den Zusammenhang zwischen Vision und Motivation sowie Implikationen für die Visionsentwicklung und -implementierung in Unternehmen.

Katrin Glatzel und Tania Lieckweg
Identitätsbildung in netzwerkförmigen Organisationen
Ein loser Verbund von 18 Forschungseinrichtungen wird „die Helmholtz-Gemeinschaft“ – eine Fallstudie

Anhand des zehnjährigen Identitätsprozesses der Helmholtz-Gemeinschaft veranschaulichen die Autorinnen die Charakteristika netzwerkförmiger Organisationen, bei denen vor allem die Frage „Wer sind wir?“ immer wieder im Fokus steht.

Bernd Kessel und Jürgen Kugele
Die Welt anhalten
Das Wirken von Managern und Beratern im Dienste der DNA von Organisationen

Illustriert am Beispiel eines Visionsprozesses untersuchen die Autoren unbewusste Anteile besonders wirksamer Führungskräfte und Berater. Indem sie aus einer Haltung der Selbstlosigkeit heraus der Organisation dienen statt sie zu „machen“, erzeugen sie „kollektive Möglichkeitsräume“. Diese machen schließlich bewusst, was in der Organisation als Möglichkeit vorhanden ist und laden sozusagen die Zukunft ein, sich zu manifestieren.

Petra Künkel, Nahide Pooya und Maria Gross
Visionen entwickeln
Was wir von der Generation Y lernen können

Was die in den 80ern und 90ern geborenen jungen Menschen von ihrem Arbeitsumfeld erwarten, wie man ihr Potenzial besser nutzen kann und wie sie die Zukunft gestalten möchten steht im Mittelpunkt dieses Beitrags.

Thomas Steinforth
Traum und Wirklichkeit
Fantasierendes Träumen als Quelle praktischen Wissens

Ein Essay über die Kraft des Träumens und wie man dies als Führungskraft zur Blickwinkelerweiterung nutzen und in konkrete Pläne überführen kann.

Michael Faschingbauer und René Mauer
Effectuation
Unternehmerische Impulse für das Change Management

Wie diese aus der Entrepreunership-Forschung bekannte Methode, die das Phänomen unternehmerischen Denkens, Entscheidens und Handels in ungewissen Kontexten umfasst, Lösungen für das Change Management der Zukunft bieten kann.

Siegfried J. Schmidt
Selbst-Bewusstsein durch Selbst-Beobachtung
Überlegungen zur kreativen Selbstorientierung von Unternehmen in Veränderungsprozessen

Unternehmen als soziale Prozess-Systeme verstanden, die sich aus den drei miteinander vernetzten Prozess-Typen Beobachten, Kommunizieren und Entscheiden zusammensetzen, erhöhen ihre Veränderungsfähigkeit durch die Fähigkeit zu Selbst-Beobachtung und kreativer Selbstentwicklung.

Martin J. Eppler
Einblick: Strategiefluss und Vision
Die Flussmetapher veranschaulicht die Diskrepanzen zwischen Plan und Umsetzung im Strategieprozess und visualisiert die Unterschiede zwischen den strategischen Kernkonzepten Mission, Vision und Strategie.

Beachten Sie auch die interaktive Grafik als Online-Ergänzung zur Rubrik Einblick

 
Uwe Dombrowski, Tim Mielke und Sven Schulze
Vom Objekt zum Subjekt
Wie Mitarbeiterpartizipation in Ganzheitlichen Produktionssystemen gestaltet werden kann

Mitarbeiterorientierung und aktive Beteiligung der Mitarbeiter sind wesentliche Faktoren für den nachhaltigen Erfolg der Einführung von GPS. Die Autoren geben einen Überblick über geeignete Partizipationsmethoden und Kriterien zu deren systematischen und situationsgerechten Bewertung.

Kerstin Stolzenberg und Heiner Reiners
33. Visions- und Leitbildentwicklung
Ein Überblick über die wesentlichen Bestandteile eines Leitbildes, die zentralen Vorgehensschritte bei dessen Entwicklung und über Stolpersteine, die es zu vermeiden gilt.

 

Werkzeugkiste


Timo Meynhardt
Klassiker der Organisationsforschung (6)
The Business of Business is Society: Das zeitlose Erbe von Peter Drucker

Die Klassikerreihe wird wieder aufgegriffen und Peter Drucker als großer Managementvordenker mit seinen zentralen Ideen vorgestellt. Wie hat er das heutige Managementwissen maßgeblich beeinflusst?

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