Einblick Ausgabe 1/2015

„Organisieren ist wenn einer aufschreibt, was andere arbeiten.“

Kurt Tucholsky

Zu neuen Ufern des Organisierens

Technologische Umwälzungen, eine fortschreitende Globalisierung und neue Kunden- und Mitarbeiteranforderungen stellen Organisationen vor die Aufgabe, ihre Strukturen und Abläufe immer wieder anzupassen und zu optimieren. Doch wie lassen sich Organisationen grundsätzlich strukturieren? Welche altbekannten und welche modernen Organisationsformen existieren und welche innovativen Ansätze gibt es in Forschung und Praxis?

Auf diese drei Fragen gibt das 33. ZOE Einblickbild eine grafische Antwort und zeigt, dass wir beim Aufbruch zu neuen Organisationsufern immer mehr von Hierarchie-orientierten Konzepten zu selbstorganisierten, dezentralen Modellen driften. Wie sich eine Organisation strukturiert, ist dabei nicht nur eine Frage der (Reduktion von) Transaktionskosten, sondern ebenfalls abhängig von zahlreichen weiteren Faktoren wie etwa der Unternehmenskultur, den Branchenanforderungen, regulatorischen Auflagen, steuerlichen Gesichtspunkten, der geografischen Präsenz oder dem Aktivitätenportfolio einer Organisation. Jede der im Bild unten aufgeführten siebzehn Formen hat dabei gewisse Vor- und Nachteile in Bezug auf diese Faktoren.

Ambidexter Fraktal Modular Zellulär Holokratisch
Ausgerichtet auf Erneuerung
und
Optimierung
Vereinfachung durch gleiche Koordinations­mechanismen bei radikaler Dezentralisierung IT-basierte komplementäre Einheiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten Überlebensfähige Einheiten mit hoher Agilität und mit „Rückendeckung“ des Kollektivs Abkehr vom Chef und stattdessen demokratische Vertreter und Abstimmungen
USA Today Schwan-Stabilo vormals Oticon Al Quaida Zappos