Einblick Ausgabe 1/2018

„Alle möglichen Welten liegen innerhalb der wirklichen.“

Nelson Goodman

Effectuation Billard: Das unternehmerische Spiel mit Ressourcen, Partnern und Unsicherheit

Nach welcher Entscheidungslogik verfahren erfahrene Unternehmer? Diese Frage beantwortet die indische Professorin Saras Sarasvathy mit ihrem einflussreichen Effectuation-Ansatz. Er besagt im Kern, dass sich unternehmerisches Denken durch die Offenheit der Ziele (aufgrund hoher Unsicherheit) vom Managerdenken unterscheidet. Beim unternehmerischen Denken orientiert man sich zudem radikal an seinen eigenen, momentan verfügbaren Mitteln, seien es Finanzen, Kompetenzen oder auch persönliche Kontakte. Ein besonders wichtiger Orientierungspunkt ist dabei der maximale Verlust, den man sich als Unternehmer gerade noch leisten kann und zu investieren bereit ist.

Ähnlich wie beim Billard spielen, versuchen erfahrene Unternehmer dabei, mit der gegebenen Konstellation und den gegebenen eigenen Fähigkeiten ihre Handlungsmöglichkeiten (die Lage der weissen Kugel) geschickt zu nutzen, um vorerst nächstliegende Ziele zu erreichen. In der Unternehmerpraxis braucht man dazu die Interaktion mit und – wenn man überzeugend ist – den Einsatz von anderen. Daraus entstehen – je nachdem wie die Konstellation dann aussieht – neue Mittel, aber auch neue Ziele.

Aufgrund der neuen Situation und den gegebenen Einschränkungen nehmen Unternehmer dann die nächsten Handlungen (z. B. Produktanpassungen oder neue Zielgruppenansprachen) vor. Wie im Billard können auch im Unternehmertum Fehler oder Unvorhergesehenes dazu genutzt werden, neue Chancen wahrzunehmen. Effectuation scheint somit ein realistischer, iterativer unternehmerischer Vorgehensansatz für die VUCA Welt zu sein.

Effectuation Billard

Durch andere geschaffene Opportunitäten können teilweise wiederum als eigene Mittel für die nächste „Runde“ verwendet werden.
Einschränkungen können finanzieller, zeitlicher, geografischer oder auch persönlicher Natur sein. Aber auch diese Einschränkungen kann man überwinden, z.B. durch Schulung, vgl. den Link anbei.

https://www.dkjs.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/themen/Jugend_Zukunft/Entrepreneur_Teaching_DKJS_2014.pdf

In unsicheren Zeiten lassen sich Fehler und Zufälle nicht vermeiden, jedoch teilweise auch fruchtbar nutzen. Das nennt man im Englischen das Lemonade-Prinzip: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, dann mach daraus Limonade.

https://diepresse.com/home/karriere/karrierenews/3802261/Steuere-dein-Flugzeug-selbst_Effectuation-statt-Perfektionismus

Unternehmer setzen nicht alles auf eine Karte – oder Kugel. Sie kalkulieren, wie viel sie sich für die nächsten Schritte an möglichen Verlusten leisten können – damit es dann nicht plötzlich heißt Game Over.

http://compreneur.de/wp-content/uploads/2014/07/14_Effectuation-als-moderne-Mgmtmethode_SitesServices_201404.pdf

In unsicheren Zeiten lassen sich Fehler und Zufälle nicht vermeiden, jedoch teilweise auch fruchtbar nutzen. Das nennt man im Englischen das Lemonade-Prinzip: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, dann mach daraus Limonade.

https://diepresse.com/home/karriere/karrierenews/3802261/Steuere-dein-Flugzeug-selbst_Effectuation-statt-Perfektionismus

In unsicheren Zeiten lassen sich Fehler und Zufälle nicht vermeiden, jedoch teilweise auch fruchtbar nutzen. Das nennt man im Englischen das Lemonade-Prinzip: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, dann mach daraus Limonade.
Ausgangspunkt der unternehmerischen Aktivitäten ist die eigene Position, mit den eigenen Kompetenzen und Kontakten.

https://diepresse.com/home/karriere/karrierenews/3802261/Steuere-dein-Flugzeug-selbst_Effectuation-statt-Perfektionismus

Durch den Einsatz von und die Zusammenarbeit mit anderen Menschen entstehen auch neue Ziele; beispielsweise neue Märkte, neue Produkte, neue Investorengruppen oder neue Zeithorizonte.
Effectuation ist eine Art des ressourcenorientierten unternehmerischen Denkens und Handelns, das auch innerhalb von Firmenstrukturen zum Einsatz gelangen kann.

http://www.effectuation.at/ueber-effectuation/prinzipien-und-prozess/

Unternehmer versuchen andere von ihren Ideen zu überzeugen und zur Mitarbeit zu begeistern.

http://www.klaushaasis.de/content/9-effectuation/effectuation-grid-d-2014.pdf

Vereinbarungen mit anderen Menschen sichern gegenseitige Rechte und Pflichten. Dabei enstehen auch neue Ziele durch die Ambitionen der gefundenen Partner.

http://www.klaushaasis.de/content/9-effectuation/effectuation-grid-d-2014.pdf

Die Ziele stehen bei Effectuation nicht am Anfang. Je nach eigenen Handlungsmöglichkeiten und dem Einsatz anderer Menschen muss das jeweils nächste Ziel anvisiert werden.
Statt mit fixen Zielen, beginnen erfahrene Unternehmer mit ihren momentan verfügbaren Mitteln. Das ist etwa wie wenn man schaut, was im Kühlschrank vorhanden ist, und dann entscheidet, was man kochen könnte. Verfügbare Mittel sind neben Finanzen auch Ideen, Werkzeuge oder bestehende Infrastrukturen. Sind Sie ein Unternehmertyp? Anbei eine einfache Checkliste.

https://www.jobagent.ch/resources/jobagent/unternehmereignung_checkliste.pdf

Das Effectuation Grid von Allrutz et al. hilft Ihnen dabei, Ihre Handlungsmöglichkeiten zu sichten und zu strukturieren.

http://www.klaushaasis.de/content/9-effectuation/effectuation-grid-d-2014.pdf

Unternehmer setzen nicht alles auf eine Karte – oder Kugel. Sie kalkulieren, wie viel sie sich für die nächsten Schritte an möglichen Verlusten leisten können – damit es dann nicht plötzlich heisst Game Over.

http://compreneur.de/wp-content/uploads/2014/07/14_Effectuation-als-moderne-Mgmtmethode_SitesServices_201404.pdf

Durch den Einsatz anderer Menschen enstehen neue Kontakte, Marktmöglichkeiten, Ideen, Infrastrukturen oder auch Netzwerke.
Das Effectuation Grid von Allrutz et al. hilft Ihnen dabei, Ihre Handlungsmöglichkeiten zu sichten und zu strukturieren.

http://www.klaushaasis.de/content/9-effectuation/effectuation-grid-d-2014.pdf

Literatur
Faschingbauer, M. & Mauer, R. (2012). Effectuation, OrganisationsEntwicklung, Heft 4.
Sarasvathy, S. (2008). Effectuation. Elements of Entrepreneurial Expertise. Edward Elgar.

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