Einblick Ausgabe 2/2016

„“Raum ist die Amme des Werdens.“

Platon

Raumhimmel und -hölle

Wie werden aus Büroräumlichkeiten und Sitzungszimmern lebendige Begegnungsorte und höhere Sphären von Produktivität und Kreativität? Eine Antwort auf diese Frage besteht darin, neben Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen eine dritte Art von Raum zu ermöglichen. Ein Coffice (für Coffee+Office) genannter Ort verknüpft das individuelle und das gemeinsame Arbeiten in einem Ambiente, das an ein Kaffeehaus erinnert. Er umfasst neben Kreativ- und Fokusbzw. Stille-Zonen auch schiebbare und beschreibbare Wände sowie mobile Möbel (z. B. Sofas), Pinnwände und Lounge-ähnliche Zonen für informelles Diskutieren. Solche «Coworking»-Bereiche werden dabei idealerweise von den Mitarbeitern selbst mitgestaltet und motivieren so viel stärker zu Austausch und Innovation, als dies farblose Korridore oder nüchterne Großraumbüros mit starren Trennwänden tun könnten. Leider ist eine derartige Raumgestaltung nicht immer einfach, denn Vorschriften, fehlendes Geld oder Material, eine fixe Mobiliaranordnung und nicht zuletzt die eigene Vorstellungskraft setzen den räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten allzu oft enge Grenzen. Dabei können bereits einfache Veränderungen Erstaunliches bewirken: Flipcharts, Steh- statt Sitztische, Grünpflanzen, frische Luft und Rückzugsmöglichkeiten für Zweiergespräche verwandeln einen sterilen Büro- oder Besprechungsraum in eine Amme des Werdens. Und falls dies alles noch zu wenig Inspiration oder Offenheit ermöglicht, gibt es immer noch die Möglichkeit, nach draußen zu gehen und einige Schritte unter freiem Himmel zu tun.


OrganisationsEntwicklung Ausgabe 2/2016 - Raum für Wandel

OrganisationsEntwicklung Ausgabe 2/2016

Raum für Wandel: Physische Bedingungen für Change

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