Einblick Ausgabe 3/2020

„Der Gipfel des Glücks ist erreicht, wenn eine Person bereit ist, zu sein wer sie ist.“

Erasmus von Rotterdam

Was gut tut: Wie Sie Glücksballons steigen lassen

Was lehren uns 50 Jahre positive Psychologie über das Glück? Was kann uns die Forschung über gelingendes Leben mitgeben, das uns emporhebt, unsere Blockaden löst und uns hilft, in uns selbst zu ruhen? Dieses Einblickbild versucht, Ihnen dazu einige Impulse zu geben.

Was uns emporhebt hat Martin Seligman in seinem PERMA-Modell (Positive emotions, Engagement, Relationships, Meaning, Accomplishments) resümiert: Es sind positive Gefühle wie Zufriedenheit, Stolz und Freude, die uns glücklich machen. Sich leidenschaftlich für etwas zu engagieren und darin aufzugehen, macht uns glücklich. Menschen um sich zu haben, für die man wichtig ist und die einen respektieren oder sogar lieben, tut einem gut. Einen Sinn in den eigenen Tätigkeiten zu sehen ist für ein glückliches Leben essenziell. Und schließlich tut es uns gut, schätzen zu können, was wir erreicht haben – privat, beruflich, allein oder zusammen mit anderen.

Was uns im Weg steht für ein glückliches Leben sind oft (teilweise unbegründete) Zweifel an unseren Fähigkeiten, paralysierende Ängste in Bezug auf die Zukunft, Beziehungen, die uns mehr Energie rauben als geben, sowie falsche Annahmen, die wir nie überprüfen. Auch Disziplinlosigkeit und fehlender Fokus können zu einem weniger glücklichen Leben führen, weil wir uns damit selbst sabotieren und nicht in die gewünschte Richtung weiterentwickeln.

Neben den PERMA-Faktoren und der Lösung von (vermeintlichen) Blockaden gibt es weitere Orientierungspunkte für das, was uns gut tut. Dazu gehören für viele die eigene Herkunft mit ihren Traditionen und Erinnerungen sowie ein Zuhause und Familienleben. Längerfristig tut es uns gut, uns regelmäßig zu entspannen (z. B. in der Natur oder beim Sport), zu meditieren und das Erlebte zu reflektieren – all dies in der Form von gesunden Routinen. Um in sich zu ruhen, ist es hilfreich, seine eigenen Wertvorstellungen zu verstehen (z. B. auch durch Vorbilder, die man bewundert). Positive Resonanz und weiterführendes Feedback helfen uns dabei, uns stetig weiterzuentwickeln. Zu guter Letzt hilft uns unser wachsender Erfahrungsschatz, auch schwierige Situationen zu meistern und zu wissen, dass jede Krise auch eine Chance ist.

Martin J. Eppler


Literatur:

  • Blickhan, D. (2017). Klassiker der Organisationsforschung: Martin Seligmann. ZOE 4/2017.
  • Kernbach, S. & Eppler, M. J. (2020). Life Design. Mit Design Thinking, Positiver Psychologie und Life Loops mehr von sich in das eigene Leben bringen. Schäffer-Poeschel
  • Seligman, M. (2012). Flourish: Wie Menschen aufblühen: Die Positive Psychologie des gelingenden Lebens. Kösel.

OrganisationsEntwicklung Ausgabe 3/2020 - Was gut tut: Balanceaktgesunde Transformation

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