Einblick Ausgabe 4/2017

„Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Konfuzius

Portfolio Work: Abwechslung als Mission

Die Zeiten, in denen man einen Beruf in jungen Jahren erlernte und diesen dann in einer Lebensstellung absolviert, sind vorbei. Die heutige Ar­beits­­welt fordert Flexibilität und kontinuierliche Weiterbildung. Viele von uns sind nach wie vor nur für einen Arbeitgeber tätig und fokussieren dabei auf ein einziges Fachgebiet. Andere übernehmen vielfältigere Aufgaben für eine Organisation, wie et­­wa Manager, die von der Planung bis zur Mitar­beiterentwicklung ein breites Aufgabenspektrum erfüllen.

Was in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, sind das Freelancertum und die sogenannte Portfolioarbeit: Statt zu einem bestimmten Zeitpunkt nur für eine Organisation bzw. einem Kunden zur Verfügung zu stehen, arbeiten Menschen mit diesen Berufsprofilen parallel für verschiedene Auftraggeber. Das ist zwar abwechslungsreich, aber auch herausfordernd: Der ständige Wechsel von Kontexten erfordert ein hohes Maß an Empathie, Flexibilität sowie Organisationstalent. Die parallele Bearbeitung verschiedener Aufgaben bedingt ein effizientes Zeit-, Energie- und auch Kontaktmanagement. Gerade der Portfolio Worker, der (im Gegensatz zum Freelancer) verschiedene Berufsrollen wahrnimmt, muss strikt darauf achten, sich nicht zu verzetteln oder auszubrennen.

Für den Erfolg im jeweiligen Berufstyp ist es ent­scheidend, sich der eigenen Potenziale, beruflichen Motive und seiner Life Mission bewusst zu sein und diese bei der Berufsausgestaltung zu berücksichtigen. Dabei kann die Matrix Hilfe leisten: Wo steht Ihre momentane Stelle in dieser Matrix – und korrespondiert dies mit dem, was Sie motiviert? Ein Spezialist oder Freelancer geht auf in seiner Ex­per­tise und schätzt Autonomie. Generalisten und Port­folioarbeiter lieben die Abwechslung, das Agie­­ren in verschiedenen Rollen und die Beschäftigung mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.

Natürlich sind Funktionsbreite oder Arbeitgeber dabei nur zwei der möglichen Gesichtspunkte. Gerade im Zeit­alter künstlicher Intelligenz ist auf die Zu­kunfts­­fähigkeit des eigenen Kompetenzprofils zu achten, um nicht durch Automatisierungs- oder Offshore-Maßnahmen ersetzbar zu werden.


OrganisationsEntwicklung Ausgabe 4/2017 - Lebenswandel

OrganisationsEntwicklung Ausgabe 4/2017

Lebenswandel: Arbeitsformen für ein erfülltes Leben

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