Klassiker

Klassiker der Organisationsforschung (30)

Rastlose Neugierde und Leidenschaft, die Dinge besser zu verstehen Jeder andere hätte sich vermutlich damit begnügt, über den Daumen zu peilen oder grob die Termine in seinem Kalender aufzusummieren. Jim Collins dagegen trägt eine Stoppuhr in seiner Tasche mit drei Knöpfen – einen für jede der Tätigkeiten, mit denen er seinen Arbeitstag verbringen will: 50 Prozent für kreative Aufgaben, 30 Prozent für die Weitergabe seines Wissens, nicht mehr als 20 Prozent für andere Dinge. Der aktuelle Stand

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Klassiker der Organisationsforschung (29)

Mit dialogischer Haltung auf Sinnsuche in Organisationen Der Quantenphysiker David Bohm hat nicht nur bahnbrechende Forschung in der Physik geleistet, sondern seine Erkenntnisse regelmäßig auf das gesellschaftliche Leben insgesamt übertragen. Er interessierte sich besonders dafür, wie die Untersuchung der individuellen, der sozialen und kosmischen Dimensionen des Lebens zu einer Transformation der Gesellschaft führen könnten. Er war weniger an Organisationen und der Wirtschaft interessiert. Diese

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Klassiker der Organisationsforschung (28)

Was geht hier eigentlich vor? Erving Goffman war lange ein Geheimtipp, besonders unter Organisationsforschern. Mittlerweile gehört er zu den meist zitierten Soziologen des 20. Jahrhunderts und wurde weit über die Grenzen seiner Fachdisziplin hinaus bekannt. Sein Werk ist vielfältig, sein Ansatz originell und innovativ. Er hatte die Gabe, Menschen präzise zu beobachten und ihre Verhaltensweisen mit neuen Begriffsschöpfungen analytisch auf den Punkt zu bringen. Im Unterschied zu Ansätzen der Organisationsentwicklung

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Klassiker der Organisationsforschung (27)

Alles ist Kommunikation Paul Watzlawicks Forschungsergebnisse, Vorträge und Bücher veränderten Sichtweisen in ganz unterschiedlichen Themenbereichen – von der Familientherapie, der Kommunikationsforschung, dem Konstruktivismus, Leadership-Ansätzen bis hin zu Organisationsentwicklung. Im Kern beschäftigte er sich immer mit der menschlichen Interaktion. Ausgehend insbesondere von der Entwicklung der Familientherapie übertrug Watzlawick viele seiner Erkenntnisse auf Organisationen, da er befand, dass

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Klassiker der Organisationsforschung (26)

Die Wissenschaft des gelingenden Lebens und Arbeitens It’s my belief that since the end of World War II, psychology has moved too far away from its original roots, which were to make the lives of all people more fulfilling and productive, and too much toward the important, but not all important, area of curing mental illness. (Seligman 1998) Die Geburtsstunde der Positiven Psychologie Martin Seligman, einer der bekanntesten Psychologen unserer Zeit, wurde im Jahr 1998 mit der größten Mehrheit

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Klassiker der Organisationsforschung (25)

Professionalität und Menschlichkeit Worin liegt der Schlüssel für gute Führung? Eine Anfrage des Mineralölkonzerns BP um 1970 nach Verhaltenstrainings für Führungskräfte «Wie Sie sie für Eltern und Lehrer anbieten, denn die benehmen sich überwiegend auch herablassend, geringschätzend und bevormundend!» veranlasste Friedemann Schulz von Thun Schlüsselelemente für gute Kommunikation in der Führung zu erforschen. So entwickelte er in den nächsten fast 40 Jahren Modelle, Theorien und Werkzeuge, die

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Klassiker der Organisationsforschung (24)

Ein unfruchtbarer Dualismus Die Geschichte der Arbeitsorganisation ist bis heute gespalten. Auf der einen Seite stehen seit J. F. Taylor und Henry Ford die Propheten der Arbeitsteilung, Rationalisierung und Automatisierung mit dem Ziel der Kontrolle und schließlich Substitution menschlicher Arbeit (Kieser 2016). In den 1970er-Jahren wurde im Kontext von CIM (Computer Integrated Manufacturing) sogar von der menschenleeren Fabrik geträumt, was sich als Illusion entpuppte. Heute werden im Zusammenhang

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Klassiker der Organisationsforschung (23): Edgar H. Schein

Organisationen als komplexe Systeme Edgar Schein gilt neben Kurt Lewin, Dick Beckhard, Chris Argyris und Warren Bennis als einer der Mitbegründer der Organisationsentwicklung. Er hat grundlegende Konzepte der Organisationsentwicklung wie Organisationskultur, Prozessberatung und Karriereanker begründet. Dabei verstand sich Schein nie ausschließlich als Akademiker, sondern entwickelte seine Konzepte in jahrzehntelanger Arbeit mit verschiedenen seiner Kunden, z. B. dem Unternehmen Digital Equipment.

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Klassiker der Organisationsforschung (22): Herbert A. Simon

Vier wegweisende Ideen Herbert Alexander Simon, 1916 bis 2001, Politologe und Verwaltungswissenschaftler mit wirtschaftswissenschaftlicher und mathematisch-sozialwissenschaftlicher Ausbildung, Carnegie School, Carnegie Mellon University, Pittsburgh, 1978 Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, Hauptwerke: «Administrative Behavior» (1945), und «Organizations» (1958, zusammen mit James G. March) ist berühmt geworden als Begründer der modernen Organisationstheorie, der er jene entscheidungstheoretische

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Klassiker der Organisationsforschung (21): Norbert Wiener

Die Entdeckung der Kybernetik. Oder: Wo Feedback seinen Anfang nahm Den Begriff «Feedback» verwenden wir heute wie selbstverständlich. Kaum jemand hat aber eine Vorstellung davon, in welchem Kontext er entstanden ist. Norbert Wiener gehört zu den Köpfen des letzten Jahrhunderts, der die Grundlagen für eine systemische Betrachtung und Steuerung komplexer Systeme geschaffen und eine entsprechende Terminologie entwickelt hat. Sein Denken bewegte sich zwischen Natur- und Sozialwissenschaften und Technik

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